Zinsen & Notenbanken

Quantitative Lockerung (QE)

quantitative Lockerung · Anleihekäufe · QE

Quantitative Lockerung (QE) bedeutet, dass eine Notenbank, die die Zinsen kaum weiter senken kann, in großem Umfang Staatsanleihen und andere Wertpapiere kauft, um direkt Geld ins Finanzsystem zu pumpen.

Einfach erklärt

Hat eine Notenbank den Leitzins fast auf null gesenkt und die Wirtschaft kommt trotzdem nicht in Gang, setzt sie bei der Geldmenge an. Sie kauft Anleihen, etwa Staatsanleihen, von Banken und Anlegern und bezahlt mit neu geschaffenen Reserven. So kommt mehr Geld ins System. Die Fed tat das nach der Finanzkrise 2008 und in der Pandemie 2020, die EZB mit ihren Anleihekaufprogrammen.

Warum das wichtig ist

Anleihekäufe treiben die Kurse und drücken die langfristigen Zinsen, Kredite für Unternehmen und Haushalte werden billiger. Kritiker warnen, dass QE Vermögenspreise aufbläht und später die Inflation anheizen kann. Danach folgt meist der umgekehrte Weg, die quantitative Straffung.

Zusammenhang mit den Märkten

  • Start oder Ausweitung von QE: niedrigere lange Zinsen, meist positiv für Aktien, Immobilien und Krypto, die Währung wertet tendenziell ab
  • Signale für ein Zurückfahren: Langfristige Renditen können sprunghaft steigen, Kapital kann aus Schwellenländern abfließen

Wo man es nachschlägt

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