Zinsen & Notenbanken

US-Anleiherendite

Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen · US-Rendite

Die US-Anleiherendite ist der jährliche Ertrag, den ein Anleger erzielt, wenn er heute eine US-Staatsanleihe kauft und bis zur Fälligkeit hält; die zehnjährige Rendite gilt weltweit als Maßstab für langfristige Zinsen.

Einfach erklärt

Anleihekurs und Rendite bewegen sich wie eine Wippe. Wollen viele Anleger US-Staatsanleihen kaufen, steigt der Kurs und die Rendite sinkt; verkaufen viele, fällt der Kurs und die Rendite steigt. Die zweijährige Rendite spiegelt vor allem Erwartungen an die Fed, die zehnjährige zusätzlich Wachstum, Inflation und Staatsfinanzen.

Warum das wichtig ist

Die zehnjährige Rendite ist Referenz für Hypothekenzinsen und Unternehmensfinanzierung in den USA und der Diskontsatz bei der Bewertung von Aktien. Steigt sie kräftig, geraten Vermögenspreise weltweit ins Wanken, auch deutsche Bundesanleihen ziehen oft mit.

Zusammenhang mit den Märkten

  • Steigende Zehnjahresrendite: Druck auf Bewertungen von Wachstumsaktien (ferne Gewinne sind heute weniger wert), festerer Dollar, schwächeres Gold, Sorge um Abflüsse aus Schwellenländern
  • Fallende Zehnjahresrendite: meist positiv für Wachstumswerte und Immobilien, Hoffnung auf günstigere Kredite
  • Fällt die Rendite wegen Rezessionssorgen, können auch Aktien fallen, entscheidend ist also der Grund

Wo man es nachschlägt

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