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Sichere Häfen

sicherer Hafen · sichere Häfen

Sichere Häfen sind Anlagen, in die Investoren ihr Geld bringen, wenn an den Märkten Angst herrscht; klassische Beispiele sind Gold, US-Staatsanleihen, Dollar, Yen und Schweizer Franken.

Einfach erklärt

Steigt die Angst durch Krieg, Finanzkrisen oder Rezessionssorgen, denken Anleger zuerst daran, kein Geld zu verlieren. Wohin das Geld dann fließt, nennt man sichere Häfen. Sie haben gemeinsam, dass sie ihren Wert lange gehalten haben, große Märkte bieten und jederzeit handelbar sind.

Warum das wichtig ist

Strömt Geld in sichere Häfen („Risk-off“), verlässt es meist Aktien, Schwellenländer und Krypto. Gold, Yen und US-Anleihekurse dienen deshalb als Fieberthermometer für die Nervosität der Märkte. Auch deutsche Bundesanleihen gelten in Europa als sicherer Hafen.

Zusammenhang mit den Märkten

  • Risk-off: Gold steigt, Anleihekurse steigen (Renditen sinken), Yen, Franken und Dollar werten auf; Aktien, Schwellenländerwährungen und Bitcoin fallen meist
  • Risk-on: das Gegenteil
  • Es gibt Ausnahmen: Ist Inflation das Problem, schützen Staatsanleihen womöglich nicht, und Bitcoin, oft „digitales Gold“ genannt, verhält sich häufig wie eine riskante Anlage

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