Aktienmärkte

Warum KI-Aktien nach dem Wahlsieg der Demokraten fallen

Illustration einer fallenden orangefarbenen Kurslinie über Serverracks eines Rechenzentrums, mit Strommast und Wahlurne auf dunkelblauem Hintergrund

Das Wichtigste

KI-Aktien fielen, weil der Markt den Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen 2026 als Signal las, dass KI-Rechenzentren schwerer und teurer zu bauen sein werden. Am 5. November verlor der Nasdaq 5,52 % und Nvidia 9,26 %, nachdem 39 von 45 lokalen Abstimmungen gegen Rechenzentren durchkamen.

  • Der Nasdaq Composite fiel am 5. November um 5,52 %, so stark wie seit April 2025 nicht mehr, und rutschte in eine Korrektur
  • 39 von 45 lokalen Abstimmungen gegen Rechenzentren waren erfolgreich; UBS sieht rund 30 % der für 2028 geplanten US-Kapazität gefährdet
  • Die Demokraten gewannen in Texas und Georgia, wo etwa ein Drittel der KI-Rechenzentrumsausgaben anfällt
  • Zweifel an der Rendite von KI gab es schon vorher: Der KI-Korb von Goldman Sachs fiel im Oktober um 15 %
  • Auch andere Märkte bewegten sich: Gold erreichte im Handel 4.134 US-Dollar, Bitcoin fiel um 6 Prozent, der Won schwächte sich auf 1.356,6 je Dollar ab

Am 3. November 2026 haben die Demokraten bei den US-Zwischenwahlen beide Kammern des Kongresses gewonnen. Zwei Tage später fiel der Nasdaq Composite an einem einzigen Handelstag um 5,52 Prozent, so stark wie seit dem Zollschock im April 2025 nicht mehr. Warum KI-Aktien fallen, lässt sich kurz erklären: Anleger lasen das Wahlergebnis als Signal, dass der Bau von KI-Rechenzentren in den USA langsamer und teurer wird. Laut Fox Business verlor Nvidia an diesem Tag 9,26 Prozent, der Philadelphia Semiconductor Index sackte um mehr als 12 Prozent ab.

Grafik mit dem Minus des Nasdaq von 5,52 % und von Nvidia von 9,26 % am 5. November, 39 von 45 angenommenen Abstimmungen gegen Rechenzentren und Verlusten nach Unternehmen
Grafik: Gist 7

Wie deutlich haben die Demokraten gewonnen?

Die Demokraten haben sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus die Mehrheit errungen. Laut Investing.com (veröffentlicht bei Yahoo Finance) siegten sie auch in traditionell republikanisch geprägten Bundesstaaten wie Texas und Kansas. CBS News prognostizierte am 7. November, dass die Demokraten das Repräsentantenhaus kontrollieren werden. Schätzungen zufolge könnte ihre Sitzzahl von 214 vor der Wahl auf rund 255 steigen.

Das Vetorecht des Präsidenten bleibt allerdings bestehen. Um Gesetze allein durchzusetzen, brauchen die Demokraten die Unterschrift von Präsident Trump oder genug Stimmen, um ein Veto zu überstimmen. Ein umfassendes KI-Bundesgesetz ist daher kurzfristig unwahrscheinlich. Warum reagierten KI-Aktien trotzdem so heftig? Die Antwort liegt woanders.

Warum drehte die Erholung nach der Wahl innerhalb eines Tages?

Am Mittwoch, dem 4. November, stiegen die Kurse, während die Ergebnisse eintrafen. Al Jazeera berichtete, dass die Ankündigung von Präsident Trump, das Ergebnis anzuerkennen, die Unsicherheit gedämpft habe. Schon am nächsten Tag begannen Anleger jedoch neu zu rechnen, welches politische Risiko die Wahl für die KI-Infrastruktur hinterlässt. Michael Monaghan vom Founders 100 ETF erklärte, die breiten Verkäufe bei Chipherstellern und großen Cloud-Anbietern spiegelten genau diese Sorge wider.

Jakub Rochlitz, Analyst bei eToro, sagte gegenüber Fox Business, der Markt preise „die Ergebnisse der Zwischenwahlen ein“. Unter Händlern setzte sich eine einfache Sicht durch: Der Ausbau der KI-Infrastruktur wird langsamer und teurer als erwartet.

KennzahlDonnerstag, 5. NovemberFreitag, 6. November
Nasdaq Composite-5,52 %+1,09 % (24.579,42)
S&P 500-4,36 %+0,31 % (7.376,86)
Dow Jones-1.833 Punkte (-3,44 %)-237 Punkte (-0,46 %)
Nvidia-9,26 %+2,78 %
Philadelphia Semiconductor Indexmehr als -12 %+4,2 %

(Schlusskurse laut Fox Business vom 5. und 6. November 2026)

Warum KI-Aktien fallen, Grund 1: Rechenzentren standen auf dem Stimmzettel

Die meisten lokalen Abstimmungen über Beschränkungen für Rechenzentren wurden am Wahltag angenommen. Ein Rechenzentrum ist eine große Anlage mit Zehntausenden Servern, auf denen KI-Modelle trainiert und betrieben werden. Unter Berufung auf eine Zählung von Data Centers on the Ballot meldete Al Jazeera, dass 39 von 45 lokalen Initiativen zur Beschränkung von KI-Anlagen erfolgreich waren.

Für Anleger ist diese Zahl wichtig, weil die KI-Nachfrage am Ende davon abhängt, wo und wie schnell neue Kapazität entstehen kann. UBS schätzt, dass bei sich ausweitenden Baustopps rund 30 Prozent der für 2028 geplanten zusätzlichen Rechenzentrumskapazität in den USA gefährdet sein könnten. Laut Investing.com zählte Data Center Watch allein im zweiten Quartal 2026 mindestens 45 Projekte im Wert von rund 68 Milliarden US-Dollar, die durch lokalen Widerstand blockiert oder verzögert wurden.

Warum KI-Aktien fallen, Grund 2: Stromrechnungen und Gouverneurswahlen

Steigende Strompreise haben Rechenzentren zum Wahlkampfthema gemacht. Fox Business berichtete, dass der Ausbau von Rechenzentren mit den höheren Energiekosten zum Politikum wurde und einige Demokraten Beschränkungen oder einen Stopp neuer Projekte forderten. Auch Energiewerte wie GE Vernova und Constellation Energy gaben am 5. November nach.

Auch die Gouverneurswahlen fielen ins Gewicht. Laut Investing.com gewannen die Demokraten die Gouverneursposten in Texas und Georgia. Auf diese beiden Bundesstaaten entfällt zusammen etwa ein Drittel der Ausgaben und Projekte für KI-Rechenzentren in den USA. Mehrere der gewählten Gouverneure haben sich für eine stärkere KI-Aufsicht ausgesprochen. Im Kongress könnten Debatten über strengere Aufsicht, gekürzte Steuervorteile für Tech-Firmen und mehr Kartellprüfungen zurückkehren.

Grafik mit vier Gründen für fallende KI-Aktien: Abstimmungen, Stromrechnungen, neue Gouverneure und aufgestaute Zweifel
Grafik: Gist 7

KI-Aktien wackelten schon vor der Wahl

Die Wahl war der Auslöser, aber nicht die ganze Geschichte. Zweifel an den KI-Ausgaben hatten sich seit Wochen aufgebaut. Laut Investing.com fiel der breite KI-Aktienkorb von Goldman Sachs im Oktober um 15 Prozent und lag kurz nach der Wahl mehr als 24 Prozent unter seinem Höchststand. Die jüngste Kapitalaufnahme von Oracle über Aktien und Anleihen in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar zeigte zudem, wie viel Geld KI-Infrastruktur verschlingt. Der Kursrutsch der Alphabet-Aktie nach den Quartalszahlen Ende Oktober passt in dasselbe Muster.

Amit Daryanani von Evercore ISI erwartete als erste Reaktion Verkäufe bei KI-Titeln. Entscheidender sei aber, wie stark die Wahl die Fundamentaldaten der Unternehmen tatsächlich verändert. Ipek Ozkardeskaya von der Swissquote Bank beschrieb eine Umschichtung von Technologie in andere Branchen und von den USA in andere Märkte. Tesla (-10,77 %) und SpaceX (-9,05 %) brachen ebenfalls ein, nachdem Kandidaten in Texas gewonnen hatten, gegen die Elon Musk viel Geld ausgegeben hatte. Analyst Dan Ives sieht für eine Fusion von SpaceX und Tesla 2027 höhere regulatorische Hürden.

Die Sicht von Gist 7: Lokale Abstimmungen machten mehr Angst als Washington

Die Verluste der einzelnen Unternehmen zeigen, wovor sich der Markt wirklich fürchtete. Am 5. November gab Meta nur 3,96 Prozent nach, während IREN, Applied Digital und Nebius, also Firmen, die Rechenzentren bauen und vermieten, jeweils mehr als 14 Prozent verloren. Ein KI-Bundesgesetz lässt sich per Veto stoppen. Grundstücke und Strom zu sichern, kann dagegen sofort an einer Abstimmung im Bundesstaat oder in der Gemeinde scheitern. Genau das hat der Markt zuerst eingepreist.

Deshalb ähnelt dieser Ausverkauf weniger dem Satz „Die KI-Blase ist geplatzt“ als dem Satz „KI-Wachstum hat jetzt einen politischen Preis“. Selbst wenn die Nachfrage stabil bleibt, verschiebt ein langsamerer Ausbau die Umsätze nach hinten und erhöht die Last bereits aufgenommener Schulden. Ob die Erholung der Chipwerte vom 6. November anhält, hängt von harten Zahlen zu diesem Tempo ab. Auch Asien bekam den Rückschlag zu spüren: Laut Fox Business fielen der japanische Nikkei und der südkoreanische Kospi, die in diesem Jahr jeweils mehr als 20 Prozent zugelegt hatten, nach dem Einbruch an der Wall Street.

Politische Fragen für die nächsten Monate

  • Gesetzentwürfe zu KI und Rechenzentren, sobald der neue Kongress im Januar 2027 zusammentritt, und die Reaktion des Weißen Hauses
  • Genehmigungs- und Strompreispolitik der neuen Gouverneure in Texas, Georgia und anderen Bundesstaaten
  • Ob große Tech-Konzerne in der nächsten Berichtssaison ihre Investitionspläne für 2027 kürzen oder beibehalten
  • Wie schnell der Nasdaq die Korrekturzone (ein Minus von 10 Prozent oder mehr vom Höchststand) wieder verlässt

Markteinfluss-Karte: Renditen und Dollar steigen, Öl und Bitcoin fallen

Der Schock blieb nicht bei den KI-Aktien. Das Wahlergebnis und ein starker US-Arbeitsmarktbericht vom 6. November fielen in dieselbe Woche: Anleiherenditen und Dollar stiegen, Öl und Bitcoin fielen deutlich. Die Tabelle zeigt, wie das Ereignis mit den einzelnen Anlageklassen zusammenhängt, auf Basis der Bewegungen vom 4. bis 6. November 2026.

Anlage / KennzahlRichtungStärkeZusammenhang (warum)
2-jährige US-Staatsanleihe↑MittelDer starke Arbeitsmarkt erhöhte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Dezember (wichtiger als die Wahl)
Dollar-Index↑MittelNachfrage nach dem Dollar als sicherem Hafen und starke Arbeitsmarktdaten
KRW/USD (Won je Dollar)↑ (schwächerer Won)StarkAusländische Anleger verkauften koreanische Chipaktien und tauschten den Erlös in Dollar
Gold↑, dann ↓MittelFluchtkäufe am Crashtag, Gewinnmitnahmen am Folgetag wegen höherer Zinserwartungen
Öl (WTI)↓StarkDer Sieg der Demokraten nährte die Hoffnung auf ein früheres Ende des Iran-Kriegs
Bitcoin↓StarkZusammen mit Tech-Aktien verkauft, gehebelte Positionen wurden massenhaft liquidiert
S&P 500↓StarkSchwergewichtige KI-Konzerne zogen den Index nach unten
Nasdaq↓StarkEin von KI und Chips geprägter Index, am stärksten von Regeln für Rechenzentren betroffen
KOSPI↓StarkSüdkoreas Leitindex ist chiplastig und hängt an den KI-Investitionen in den USA
Philadelphia Semiconductor Index↓StarkVerzögerte Rechenzentren könnten auch Aufträge für KI-Chips verzögern
Strom- und Energieausrüster↓MittelNiedrigere Prognosen für den Strombedarf von Rechenzentren, dazu fallender Ölpreis
Ether↓StarkDieselben risikoscheuen Verkäufe wie bei Bitcoin, mit stärkerem Minus
VIX (Volatilitätsindex)↑StarkDer Kurssturz verstärkte die Sorge vor weiteren Schwankungen

Kaum direkter Einfluss: 10-jährige US-Staatsanleihe (am 6. November nur 0,02 Prozentpunkte höher)

  • Reisen und Einkäufe im Ausland: Ein stärkerer Dollar verteuert in Dollar bezahlte Waren für alle, die in anderen Währungen verdienen.
  • Spritpreise: Hält der Rückgang beim Rohöl an, könnten die Preise an der Zapfsäule mit Verzögerung folgen.
  • Kredit- und Sparzinsen: Höhere Erwartungen an eine Fed-Zinserhöhung können die Marktzinsen nach oben drücken.
  • Altersvorsorge und Sparpläne: Fonds mit hohem Anteil an US- und koreanischen Tech-Aktien können kurzfristig stärker schwanken.

Marktreaktionen können je nach anderen Faktoren unterschiedlich ausfallen, und diese Tabelle ist keine Grundlage für Anlageentscheidungen.

Renditen und Dollar: Der Arbeitsmarkt bewegte mehr als die Wahl

Laut 24/7 Wall St. liegt der Leitzins der Fed bei 3,75 bis 4,00 Prozent, und die von CME FedWatch berechnete Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Dezember stieg von 66,9 Prozent eine Woche zuvor auf 76,8 Prozent am 6. November. Im Oktober kamen 165.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft hinzu, etwa das 2,5-Fache der Prognose. Die Rendite der zweijährigen Staatsanleihe stieg an diesem Tag um 0,05 Prozentpunkte von 4,46 auf 4,51 Prozent, die zehnjährige um 0,02 Punkte auf 4,86 Prozent. Laut FinanceFeeds legte der Dollar-Index, der den Dollar gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, am 6. November um 0,72 Prozent auf 102,28 zu.

Für KI-Unternehmen sind die Zinsen eine zweite Last. Rechenzentren werden oft mit Krediten gebaut, und ein Konzern wie Oracle, der 20 Milliarden US-Dollar aufnimmt, zahlt bei steigenden Zinsen mehr. Verzögert sich zugleich der Bau, verdoppelt sich der Druck.

Inflation und Öl: Die Stromrechnung verbindet Wahl und Preise

Die Inflation in den USA liegt weiter über dem Fed-Ziel von 2 Prozent. Laut Kiplinger stieg der Verbraucherpreisindex (CPI) im September um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die Kernrate ohne Lebensmittel und Energie um 2,6 Prozent. Benzin verteuerte sich zum Vormonat um 9,1 Prozent und machte mehr als die Hälfte des Monatsanstiegs aus. Mit den höheren Energiekosten gerieten stromhungrige Rechenzentren als Preistreiber der lokalen Stromrechnung in die Kritik, was die Abstimmungen über Beschränkungen befeuerte.

Der Ölpreis bewegte sich nach der Wahl in die Gegenrichtung. Laut OilPrice.com notierte WTI am 4. November um 13 Uhr Ostküstenzeit (19 Uhr MEZ) 8,3 Prozent tiefer bei 88,08 US-Dollar je Barrel, Brent 8,6 Prozent tiefer bei 94,66 US-Dollar. Händler setzten darauf, dass ein demokratischer Kongress das Ende des Iran-Kriegs beschleunigt. Billigeres Öl könnte den Preisdruck mit der Zeit dämpfen, doch die Fed dürfte zuerst auf die Oktober-Inflation am 10. November schauen.

Gold: rauf beim politischen Schock, runter beim Zinsschock

Laut Al Jazeera stieg der Goldpreis am 5. November um mehr als 1 Prozent auf 4.115 US-Dollar je Unze, ein Zweiwochenhoch; FinanceFeeds bezifferte das Tageshoch auf 4.134,83 US-Dollar. Am 6. November schloss Gold laut demselben Medium jedoch 1,02 Prozent tiefer bei 4.045 US-Dollar, weil die Arbeitsmarktdaten die Zinserwartungen erhöhten. Gold wirft keine Zinsen ab und verliert daher bei steigenden Zinsen tendenziell an Reiz. Auf Wochensicht lag es dennoch rund 4,4 Prozent über den 3.875 US-Dollar vom 30. Oktober.

Won und KOSPI: Der Schock erreichte Südkorea

KRW/USD gibt an, wie viele südkoreanische Won ein Dollar kostet; ein höherer Wert bedeutet einen schwächeren Won. Laut der südkoreanischen Zeitung Seoul Shinmun schloss der Kurs am 6. November 14,5 Won höher bei 1.356,6 Won, nachdem er im Handelsverlauf 1.362,2 Won erreicht hatte, den höchsten Stand seit dem 2. Oktober. Am selben Tag fiel der KOSPI, Südkoreas Leitindex, um 6,02 Prozent auf 5.059,69 Punkte. Ausländische Anleger verkauften am 5. November netto mehr als 3 Billionen Won und am 6. November rund 2,8 Billionen Won, den sechsten Handelstag in Folge. Ob diese Verkäufe enden, dürfte die nächste Richtung des Won bestimmen.

Bitcoin: entgegen dem Gold

Laut The Block stieg Bitcoin am 4. November wieder über 80.000 US-Dollar und fiel am 5. November um rund 6 Prozent auf 75.700 US-Dollar; Ether verlor mehr als 7 Prozent auf 2.247 US-Dollar. Daten von CoinGlass zufolge wurden binnen 24 Stunden Positionen im Wert von etwa 1,1 Milliarden US-Dollar zwangsweise liquidiert. Bei einer Liquidation schließt die Börse eine gehebelte Position automatisch, sobald die Verluste eine Schwelle überschreiten. Weil Gold am selben Tag stieg und Bitcoin fiel, verhielt sich Bitcoin erneut eher wie eine Tech-Aktie als wie „digitales Gold“.

Was als Nächstes zählt

Datum (MEZ)Kennzahl / TerminVorheriger WertBezug zu diesem ArtikelWenn es so kommt
Di., 10. November, 14:30US-Verbraucherpreisindex (CPI) für Oktober, Bureau of Labor StatisticsSeptember: 3,7 % zum Vorjahr, Kernrate 2,6 % (Kiplinger)Erster Test für eine Zinserhöhung im DezemberHöher als erwartet: Renditen und Dollar ↑, Gold und Wachstumsaktien ↓ als Tendenz
Di., 17. November, 23:00Nvidia, Zahlen zum dritten Quartal des Geschäftsjahres 2027Schlusskurs am 6. November: 186,64 US-Dollar (Fox Business)Zeigt, ob die Nachfrage nach KI-Rechenzentren nach der Wahl hältStarke Rechenzentrumsumsätze und Prognosen entlasten tendenziell Chip- und KI-Infrastrukturwerte
8.–9. Dezember (Pressekonferenz 9. Dezember, 20:30)Zinsentscheid des Offenmarktausschusses der Fed (FOMC)3,75–4,00 % (24/7 Wall St.)Eine Erhöhung verteuert die Finanzierung von KI-InfrastrukturErhöhung oder restriktives Signal: Dollar ↑; Gold, Bitcoin und Wachstumsaktien ↓ als Tendenz
Do., 10. Dezember, 14:30US-Verbraucherpreisindex (CPI) für November, Bureau of Labor StatisticsOktober-Wert (erscheint am 10. November)Zeigt, ob der Ölpreisrückgang in den Preisen ankommtEine niedrigere Inflation senkt tendenziell die Zinserwartungen und entlastet Wachstumsaktien

Häufige Fragen

Warum fallen KI-Aktien, wenn die Demokraten gewinnen?

Der Markt sah im Sieg der Demokraten eine höhere Wahrscheinlichkeit für Auflagen bei Rechenzentren, Maßnahmen gegen hohe Strompreise und gekürzte Steuervorteile für Tech-Firmen. Die Sorge wuchs, als 39 von 45 lokalen Abstimmungen gegen Rechenzentren erfolgreich waren.

Was sind lokale Abstimmungen über Rechenzentren?

Bei diesen Abstimmungen entscheiden Bürger direkt, ob der Bau von Rechenzentren verboten, begrenzt oder vorübergehend gestoppt wird. Viele fanden zeitgleich mit den Zwischenwahlen 2026 statt, die meisten endeten zugunsten von Beschränkungen.

Was bedeutet es, dass der Nasdaq in eine Korrektur gerutscht ist?

Von einer Korrektur spricht man, wenn ein Index 10 Prozent oder mehr unter einem jüngsten Höchststand liegt. Laut Fox Business lag der Schlusskurs des Nasdaq am 5. November mehr als 10 Prozent unter dem Rekord vom 6. Oktober.

Kommt jetzt sofort ein KI-Bundesgesetz?

Kurzfristig nicht. Ein Gesetz braucht die Unterschrift von Präsident Trump, und ein Veto lässt sich nur mit Zweidrittelmehrheiten in beiden Kammern überstimmen. Regeln für Genehmigungen in Bundesstaaten und Gemeinden können dagegen deutlich schneller kommen.

Wie wirkte sich der KI-Ausverkauf auf Gold, Bitcoin, Währungen und Öl aus?

Gold stieg am 5. November auf 4.115 US-Dollar je Unze, ein Zweiwochenhoch, während Bitcoin um rund 6 Prozent auf 75.700 US-Dollar fiel. Am 6. November schwächte sich der südkoreanische Won durch Aktienverkäufe ausländischer Anleger auf 1.356,6 Won je Dollar ab, und WTI-Öl war schon am 4. November in der Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs um 8,3 Prozent eingebrochen.

Hat der Ausverkauf auch Börsen außerhalb der USA getroffen?

Ja. Laut Fox Business fielen der japanische Nikkei und der südkoreanische Kospi nach dem Einbruch an der Wall Street. Südkoreas KOSPI fiel am 6. November um 6,02 Prozent, ausländische Anleger verkauften den sechsten Tag in Folge. Chiplastige Märkte reagieren besonders empfindlich auf die Aussichten für KI-Investitionen in den USA.

Quellen

  1. AI stocks plunge after US election, driving down markets — Al Jazeera
  2. Nasdaq tumbles 5%, Dow plunges more than 1,800 points — Fox Business
  3. Nasdaq rises as AI and chip stocks recover after post-midterm sell-off — Fox Business
  4. AI data center stocks drop as Democrats sweep U.S. midterms — Investing.com(Yahoo Finance)
  5. 2026 House midterm election results — CBS News
  6. Bitcoin erases post-election gains as Wall Street selloff triggers over $1 billion in crypto liquidations — The Block
  7. Odds of a December Rate Hike Jump to 77% After a Blowout Jobs Report — 24/7 Wall St.
  8. Gold Price Today: $4,045 After Jobs Beat, CPI Next — FinanceFeeds
  9. September CPI Report Shows Inflation Remains Red-Hot — Kiplinger
  10. '블루웨이브 여파' 원달러 환율 14.5원↑…한 달 만에 1360원대 터치 — 서울신문
  11. Oil Crashes 9% as Trump and Vance Blame Iran War for Midterm Rout — OilPrice.com
  12. Schedule of Releases for the Consumer Price Index — U.S. Bureau of Labor Statistics
  13. December 2026 Events — Federal Reserve Board
  14. NVIDIA Sets Conference Call for Third-Quarter Financial Results — NVIDIA