Konjunktur & Inflation

Bruttoinlandsprodukt (BIP)

Bruttoinlandsprodukt · BIP

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist der Gesamtwert aller in einem Land in einem Zeitraum neu erzeugten Waren und Dienstleistungen und der wichtigste Maßstab für Größe und Wachstum einer Volkswirtschaft.

Einfach erklärt

Das BIP ist das Zeugnis einer Volkswirtschaft: privater Konsum plus Investitionen plus Staatsausgaben plus Exporte minus Importe. Ist in den Nachrichten von „Wachstum“ die Rede, ist meist die Veränderung des realen, also inflationsbereinigten BIP gemeint.

Achtung bei der Darstellung: Die USA veröffentlichen das Quartalswachstum annualisiert, als ob das Tempo ein ganzes Jahr anhielte. Das Statistische Bundesamt meldet dagegen die Veränderung zum Vorquartal. Ein US-Wert von 2 % kann also ungefähr einem deutschen Wert von 0,5 % entsprechen.

Warum das wichtig ist

Starkes Wachstum bedeutet meist steigende Gewinne und mehr Jobs, schwaches oder negatives Wachstum schürt Rezessionssorgen. Notenbanken wägen Wachstum und Inflation gemeinsam ab.

Zusammenhang mit den Märkten

  • Stärker als erwartet: bessere Gewinnaussichten, aber weniger erwartete Zinssenkungen, Renditen und Dollar steigen meist
  • Schwächer als erwartet: mehr erwartete Senkungen, sinkende Renditen, Druck auf zyklische Branchen wie Industrie und Grundstoffe
  • Das BIP blickt auf das vergangene Quartal zurück, Märkte reagieren daher oft weniger als auf frühere Indikatoren wie Einkaufsmanagerindizes

Wo man es nachschlägt

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