Zinsen & Notenbanken

FOMC

Offenmarktausschuss

Der FOMC (Federal Open Market Committee) ist das Gremium der US-Notenbank, das das Zielband der Federal Funds Rate und die Geldpolitik festlegt; er tagt achtmal im Jahr planmäßig.

Einfach erklärt

Der FOMC ist die Sitzung, in der die US-Zinsen festgelegt werden. Zwölf Mitglieder stimmen ab: die sieben Fed-Gouverneure, der Präsident der New York Fed und vier der übrigen elf regionalen Fed-Präsidenten im Wechsel. Die Sitzungen dauern zwei Tage, die Entscheidung kommt am zweiten Tag um 14 Uhr Ostküstenzeit, in Deutschland also gegen 20 Uhr.

Warum das wichtig ist

Da der Dollar die wichtigste Reservewährung der Welt ist, steuern US-Zinsen Kapitalströme weltweit. FOMC-Entscheidungen wirken auf Zinsen anderer Länder, auf Wechselkurse und auf Aktien in Schwellenländern. Im März, Juni, September und Dezember erscheint zudem der „Dot Plot“ mit den Zinsprognosen der Mitglieder.

Zusammenhang mit den Märkten

  • Formulierungen im Statement und die Pressekonferenz des Vorsitzenden zählen oft mehr als die Entscheidung selbst, weil Märkte nach Hinweisen auf die nächste Sitzung suchen
  • Restriktive Signale: Renditen und Dollar steigen meist, Aktien, Gold und Bitcoin geraten unter Druck
  • Lockere Signale: Renditen und Dollar sinken meist, riskantere Anlagen profitieren
  • Zahl und Richtung der Gegenstimmen geben ebenfalls Hinweise auf den nächsten Schritt

Wo man es nachschlägt

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