Technik

iPhone 18 Pro: variable Blende im Vergleich zum 17 Pro

Das Wichtigste

Stand Oktober 2026 wechselt die Hauptkamera dank variabler Blende beim iPhone 18 Pro zwischen f/1.48, f/1.8, f/2.8 und f/4, das 17 Pro war fest auf f/1.78. Das hilft bei wenig Licht, Hintergrundunschärfe und Gruppenfotos, gilt aber nur für die Hauptkamera und kostet 100 US-Dollar mehr.

  • Das 17 Pro hatte eine feste Blende von f/1.78, das 18 Pro bietet f/1.48, f/1.8, f/2.8 und f/4
  • f/1.48 eignet sich für wenig Licht und Hintergrundunschärfe, f/4 für Landschaften und Gruppenfotos
  • DXOMARK vergab 172 Punkte, Platz zwei insgesamt, mit schärferen Gesichtern bei Gruppenporträts
  • Nur Hauptkamera; beim Schließen der Blende kann Streulicht auftreten, Porträtunschärfe bei wenig Licht versagt mitunter
  • US-Einstiegspreis 1.199 US-Dollar, 100 US-Dollar mehr als die 1.099 US-Dollar des 17 Pro

Was ändert die variable Blende beim iPhone 18 Pro?

Stand Oktober 2026 ist die variable Blende die wichtigste Neuerung der Hauptkamera: Beim iPhone 18 Pro ist die Blende nicht mehr fest. Eine variable Blende ist eine Objektivöffnung, deren Größe sich verändern lässt, um zu steuern, wie viel Licht auf den Sensor fällt. Die 48-MP-Hauptkamera des iPhone 17 Pro arbeitete stets mit f/1.78. Das iPhone 18 Pro bietet laut Apple vier Stufen: f/1.48, f/1.8, f/2.8 und f/4. Die Blende ist die Öffnung, die die Lichtmenge zum Sensor regelt, und je kleiner die Blendenzahl, desto größer die Öffnung. Nach Angaben von Apple bewegen sich sechs lasergeschnittene Lamellen auf einem Rotormechanismus, um die Öffnung zu verändern. Die Kamera wählt die Blende automatisch, Sie können sie aber auch manuell festlegen.

Vergleichstabelle der Hauptkameras von iPhone 17 Pro und 18 Pro: Blende, Licht, Blendensteuerung, DXOMARK-Wertung, US-Preis
Grafik: Gist 7

Wann eignet sich welche der vier Blendenstufen?

Die folgende Tabelle fasst zusammen, wofür die einzelnen Stufen gedacht sind, gestützt auf Beschreibungen von Apple und Fachmedien. Offenere Blenden helfen bei wenig Licht und für einen unscharfen Hintergrund, geschlossenere halten mehr vom Motiv scharf.

BlendeÖffnungGeeignet fürHinweis
f/1.48Am weitestenNacht- und Innenaufnahmen, HintergrundunschärfeLeichter Schärfeverlust durch Abbildungsfehler
f/1.8WeitAlltagsfotosApples bevorzugter Kompromiss aus Schärfe und Licht
f/2.8MittelPorträts, Fotos mit mehreren PersonenGrößerer Schärfebereich
f/4EngLandschaften, GruppenfotosLeichter Schärfeverlust durch Beugung

Weil f/1.78 beim 17 Pro und f/1.8 beim 18 Pro nahezu gleich sind, dürften sich alltägliche Schnappschüsse kaum unterscheiden. Der Gewinn liegt in den Stufen ober- und unterhalb dieses Werts.

Blendenstufen des iPhone 18 Pro, f/1.48, f/1.8, f/2.8 und f/4, mit Öffnungsweite und passenden Motiven
Grafik: Gist 7

Warum setzt Apple auf eine variable Blende statt auf einen größeren Sensor?

Apple zufolge war das ursprüngliche Ziel eine bessere Lichtempfindlichkeit bei Dunkelheit. Ein größerer Sensor braucht mehr Platz und mehr Energie, deshalb entschied sich das Unternehmen für ein lichtstärkeres Objektiv. Der Haken: Ein Objektiv, das immer voll geöffnet ist, verliert an Schärfe bei allem, was hinter einem nahen Motiv liegt. Ein Objektiv, das abblenden kann, löst dieses Problem. Deshalb hat Apple eine variable Konstruktion gebaut, wie PetaPixel berichtet. Die Lamellen sollen aus einem Polymer-Verbundwerkstoff bestehen, jede dünner als ein menschliches Haar, und die Öffnung verändert sich stufenlos statt in festen Sprüngen.

Was ändert sich in echten Fotos?

Nach einer einfachen Rechnung lässt f/1.48 etwa 1,4-mal so viel Licht durch wie f/1.78 (Vergleich der umgekehrten Quadrate der Blendenzahlen; eigene Rechnung von Gist7). Das hilft, in dunklen Szenen das Bildrauschen gering oder die Verschlusszeit kurz zu halten. Abblenden auf f/4 wirkt umgekehrt auf die Schärfe: Ein tieferer Bereich vor und hinter dem Motiv bleibt scharf. DXOMARK schreibt der Funktion zu, dass bei Gruppenporträts alle Gesichter scharf bleiben, und vergab 172 Punkte, Platz zwei im weltweiten Ranking. Bisher erzeugten iPhones den Großteil der Hintergrundunschärfe in Porträts per Software. Jetzt kann diese Unschärfe bereits im Objektiv entstehen, noch bevor das Bild verarbeitet wird.

Welche Grenzen und Einschränkungen gibt es?

DXOMARK stellte fest, dass beim Schließen der Blende weiterhin Streulicht (Flare) auftreten kann und die Hintergrundunschärfe im Porträtmodus bei sehr wenig Licht gelegentlich versagt. Berichten zufolge gilt die Funktion zudem nur für die Hauptkamera; Ultraweitwinkel und Teleobjektiv haben keine variable Blende. Neu ist die Idee bei Smartphones auch nicht: Samsungs Galaxy S9 und S10 wechselten zwischen f/1.5 und f/2.4, bevor der Hersteller die Technik aufgab, und das Xiaomi 14 Ultra bietet laut Engadget f/1.63 bis f/4.0. Neu ist, dass sie nun in einem iPhone steckt.

Warum das wichtig ist

Die Entwicklung zeigt, dass sich der Wettbewerb bei Smartphone-Kameras von Sensorgröße und Megapixeln hin zu feinerer optischer Technik verschiebt. Ob sich für Besitzer eines 17 Pro der Umstieg lohnt, hängt davon ab, wie Sie fotografieren. Wenn Sie oft nachts, Porträts oder Gruppenfotos aufnehmen, kann der Unterschied spürbar sein. Wenn Sie vor allem tagsüber Schnappschüsse machen, eher nicht. Auch der Preis zählt: Das iPhone 18 Pro kostet in den USA ab 1.199 US-Dollar, 100 US-Dollar mehr als das 17 Pro mit 1.099 US-Dollar, laut Tom's Guide und Apple.

Worauf als Nächstes zu achten ist

Laut Apple erhalten Entwickler per API Zugriff auf die Kamerasteuerung. Spannend wird daher zuerst, wie Kamera-Apps von Drittanbietern die manuelle Blende nutzen. Langzeittests werden zeigen, wie haltbar die Lamellen sind und wie gut das Streulicht im Griff ist. Außerdem bleibt abzuwarten, ob Apple das Prinzip in einer künftigen Generation auf weitere Objektive überträgt.

Häufige Fragen

Welche Kamera des iPhone 18 Pro hat die variable Blende?

Die 48-MP-Fusion-Hauptkamera. Für Ultraweitwinkel- und Telekamera hat Apple keine Blendenänderungen angekündigt. iPhone 18 Pro und 18 Pro Max nutzen dieselbe Hauptkamera-Hardware.

Welche Blende hatte das iPhone 17 Pro?

Eine feste Blende von f/1.78. Das 18 Pro unterstützt vier Stufen von f/1.48 bis f/4 und kann sich so bei wenig Licht weiter öffnen und für Landschaften abblenden.

Lässt sich die Blende manuell einstellen?

Ja. Laut Apple können Sie mit den Pro-Steuerelementen der Kamera-App Blende, Verschlusszeit und Weißabgleich anpassen, ein Histogramm hilft bei der Belichtungskontrolle. Standardmäßig regelt die Kamera das automatisch.

Ist das iPhone 18 Pro das erste Smartphone mit variabler Blende?

Nein. Samsungs Galaxy S9 und S10 wechselten zwischen f/1.5 und f/2.4, das Xiaomi 14 Ultra bietet f/1.63 bis f/4.0. Neu ist die Funktion im iPhone.

Lohnt sich der Umstieg vom iPhone 17 Pro wegen der Kamera?

Wenn Sie oft nachts fotografieren oder viele Porträts und Gruppenfotos machen, kann der Unterschied spürbar sein. Bei Alltagsfotos liegt f/1.8 nahe an f/1.78 des 17 Pro, der Gewinn fällt also kleiner aus. Auch der Aufpreis von 100 US-Dollar sollte in die Entscheidung einfließen.

Quellen

  1. Apple stellt iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max vor — Apple Newsroom
  2. Apple erklärt, warum das iPhone 18 Pro eine variable Blende hat — PetaPixel
  3. Die Kamera des iPhone 18 Pro hat eine variable Blende — Engadget
  4. Kameratest Apple iPhone 18 Pro — DXOMARK
  5. iPhone 18 Pro vs. iPhone 17 Pro: die größten Neuerungen — Tom's Guide